Warum streiken wir?
WIR STREIKEN, BIS IHR HANDELT!
Die Klimakrise ist keine Zukunftsfrage mehr. 2024 war das erste Jahr, in dem die globale Durchschnittstemperatur mehr als 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau lag. Und der UN-Klimarat hat gerade noch einmal bestätigt: Mit der aktuellen Politik schaffen wir es nicht, unter 2,4 °C Erwärmung zu bleiben. Hitzesommer, Dürre in unseren Wäldern und Weinbergen und Starkregen zeigen auch in der Pfalz, was das bedeutet. Trotzdem wird Klimaschutz in Deutschland gerade eher abgeschwächt als ausgebaut.
Zehn Jahre nach Paris ist das Pariser Abkommen weiterhin die verbindliche Grundlage für Klimaschutz auf der ganzen Welt. Der Kurs der Bundesregierung ist damit nicht vereinbar. Wir fordern ein Klimaschutzgesetz, das sich an der 1,5-°C-Grenze ausrichtet und klare, verbindliche Ziele für jeden Bereich setzt. Statt neuer Gaskraftwerke und Rückschritten beim Verbrenner-Aus braucht es einen schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien.
Fridays for Future fordert die Regierungen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene auf, die Klimakrise als solche zu benennen und sofort auf allen Ebenen zu handeln. Noch haben wir die Chance und damit die Verantwortung, eine Klimakatastrophe abzuwenden. Für den notwendigen Wandel müssen sektorübergreifend grundlegende Veränderungen stattfinden. Vor allem in den Sektoren Energieerzeugung, Wohnen und Bauen, Industrie, Transport und Verkehr sowie Landwirtschaft sind enorme Anstrengungen nötig. Das wirtschaftliche Handeln darf nicht weiterhin planetare Grenzen überschreiten.
Klimaschutz geht nur sozial gerecht. Die Klimakrise trifft die am härtesten, die am wenigsten zu ihr beigetragen haben: Menschen im Globalen Süden, Menschen mit wenig Geld und künftige Generationen. Deshalb dürfen Klimaschutzmaßnahmen niemals einseitig zu Lasten von Menschen mit geringem Einkommen gehen. Wer viel verdient und viel ausstößt, muss mehr beitragen. Bezahlbarer Nahverkehr, gut gedämmte Wohnungen und günstige erneuerbare Energie müssen für alle erreichbar sein. Die Regierungen müssen dafür konkrete Konzepte vorlegen, zum Beispiel ein Klimageld, das Einnahmen aus dem CO2-Preis an die Menschen zurückgibt.
Der Staat muss seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und nachfolgenden Generationen im Sinne von Artikel 20a des Grundgesetzes und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gerecht werden. Das Bundesverfassungsgericht hat 2021 klargestellt, dass auch die Freiheit künftiger Generationen geschützt werden muss.
Auch Landau kann und muss mehr tun. In unserem Forderungskatalog haben wir zehn Kernforderungen an die Stadt gestellt, zum Beispiel 100 % erneuerbare Energie bis 2035, einen besseren und elektrischen Nahverkehr und ein CO2-Budget als Richtschnur für die Stadtplanung. Viele Landauer Gruppen und Organisationen unterstützen diese Forderungen.
Wir fordern Transparenz, ehrliche Information und dass alle Maßnahmen unabhängig wissenschaftlich überprüft werden. Vor allem junge Menschen, die am längsten mit den Folgen leben, müssen stärker an Entscheidungen beteiligt werden.
Es darf nicht allein die Aufgabe der Jugend sein, den Klimaschutz einzufordern. Solange die Politik nicht handelt, gehen wir weiter auf die Straße. Komm dazu: zu unserem Plenum, zur nächsten Demo im Kalender oder schau dir unsere bisherigen Aktionen an.